BeschreibungenBerechnungen
| de

Diese Version ist veraltet. Hier geht es zur aktuellen Version.

2.3 Die Trägheit

Ein Quantino ist nach dem Abstrahlen durch die Quellladung von dieser vollkommen unabhängig. Das bedeutet, dass sich eine nach dem Aussenden des Quantinos stattfindende Geschwindigkeitsänderung der Einheitsladung nicht mehr auf das Quantino auswirken kann. Das hat weitreichende Konsequenzen und führt zu dem als mechanische Trägheit bekannten Effekt und damit zur "lex prima", also dem ersten newtonschen Axiom. Es besagt, dass ein Körper im Zustand der Ruhe oder der gleichförmigen Bewegung verbleibt, solange er nicht durch einwirkende Kräfte zur Änderung seiner Geschwindigkeit gezwungen wird.

Abbildung 2.3.1: Eine Einheitsladung ruht, bis sie plötzlich aufgrund äußerer Umstände beschleunigt wird. Nach einigen Augenblicken endet die von außen kommende Beschleunigung und die Einheitsladung bewegt sich gleichförmig weiter. Man erkennt, dass die Einheitsladung durch die äußere Beschleunigung in das eigene Quantinofeld gepresst wird. Als Folge entsteht eine Gegenbeschleunigung, die solange anhält, wie die äußere Beschleunigung vorliegt.
Abbildung 2.3.1 zeigt eine ruhende Einheitsladung, die plötzlich beschleunigt wird. Es wird deutlich, dass die Einheitsladung durch die Geschwindigkeitsänderung in das Quantinofeld gepresst wird, welches es kurz zuvor selbst erzeugt hat. Ein Teil der ausgesendeten Quantinos kommt der Einheitsladung nun sogar entgegen. Nach Regel 1 erzeugt ein Quantino bei einer Einheitsladung gleichen Vorzeichens eine Beschleunigung, die in Richtung der Quantinobewegung zeigt. Durch die Wechselwirkung mit den eigenen Quantinos entsteht bei einer Primärbeschleunigung also eine genau entgegengerichtete Sekundärbeschleunigung.

Um die Geschwindigkeit einer Einheitsladung permanent zu verändern, ist es also erforderlich, eine Kraft wirken zu lassen und diese aufrechtzuerhalten. Eine äußere Kraft kann in der Quantinotheorie ausschließlich durch die Anwesenheit anderer Ladungen entstehen. Verschwindet diese äußere Kraft, so verschwindet auch die Beschleunigung, ebenso wie die Gegenbeschleunigung. Dass eine Einheitsladung ohne eine äußere Kraft beschleunigt wird ist ausgeschlossen, weil die Gegenbeschleunigung dieses sofort verhindern würde. Dieser Stabilisierungseffekt führt also dazu, dass Materie nicht plötzlich grundlos die Geschwindigkeit verändert.

In der klassischen Physik wird die Trägheit auf die Masse bezogen, nicht auf die elektrische Ladung, da diese üblicherweise Null ist. Man kann sich neutrale Materie aber als Überlagerung zweier entgegengesetzt gleich großer Ladungsmengen vorstellen, die sich gegenseitig neutralisieren. Unter bestimmten Bedingungen verbleiben jedoch subtile Restwechselwirkungen. Die Gravitation ist eine davon. Der eben dargestellte Mechanismus ist daher nicht nur bei elektrischen Ladungen vorhanden, sondern auch bei sogenannten massebehafteten Objekten. Es ist wichtig zu verstehen, dass die Quantinos nicht nur die Kraftvermittler der elektrischen Kraft, sondern auch die Kraftvermittler der magnetischen Kraft sowie der Gravitation sind.

Ein weiterer, an dieser Stelle auffallender Effekt ist, dass die Beschleunigung einer Einheitsladung ganz offenbar zu einer Verformung des Quantinodichtefeldes führt. In Abbildung 2.3.1 ist gut zu erkennen, wie das bis zum Zeitpunkt der Beschleunigung vollkommen radialsymmetrische Feld in Beschleunigungsrichtung verdichtet und auf der Gegenseite verdünnt wird. Nach dem Ende der Beschleunigung beginnt sich das Feld zu normalisieren, wobei sich die entstandene Störung von der Einheitsladung entfernt. Bei dieser Störung handelt es sich, um etwas vorauszugreifen, um eine elektromagnetische Welle. Wie schon bald klar werden wird, breitet sich die Störung zwischen allen gleichförmig zueinander bewegten Einheitsladungen genau mit Lichtgeschwindigkeit aus. Die Größe der Relativgeschwindigkeit spielt dabei keine Rolle.

Und noch ein Punkt sollte erwähnt werden: Man kann nämlich genau sagen, ob die Einheitsladung beschleunigt wurde oder der Beobachter. Wird die Ladung beschleunigt, so führt das zu einer realen Verformung des von der Ladung erzeugten Feldes. Hingegen bleibt das Feld bei einer Beschleunigung des Beobachters vollkommen radialsymmetrisch. Zueinander beschleunigte Bezugssysteme sind daher nicht äquivalent. Allerdings könnte ein vorne auf der Ladung aufsitzender mitbeschleunigter Beobachter nicht sagen, ob alle Kräfte in Summe verschwunden sind oder ob er einfach nur durch eine äußere Kraft gleichmäßig beschleunigt wird. Dieses gilt wegen der Beziehung zwischen elektrischer Kraft und Gravitation natürlich auch für die Schwerkraft. Albert Einstein nannte diesen Effekt das "starke Äquivalenzprinzip" und nutzte ihn als Aufhänger für die Allgemeine Relativitätstheorie.