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2.2 Das spezielle Relativitätsprinzip

Vermutlich kennt das jeder: Man sitzt in einem Zug oder auf dem Beifahrersitz eines Autos und schaut aus dem Fenster und hat das Gefühl die Landschaft wird vorbeigezogen. Genau das ist das spezielle Relativitätsprinzip. Es besagt, dass es physikalisch völlig bedeutungslos ist, ob sich ein Beobachter oder aber das beobachtete Objekt gleichmäßig bewegen.

Abbildung 2.2.1: Das spezielle Relativitätsprinzip: Es ist nicht möglich zu sagen, ob sich die Ladung oder der Beobachter bewegt.
In der Quantinotheorie ist das spezielle Relativitätsprinzip uneingeschränkt erfüllt. Abbildung 2.2.1 zeigt eine bewegte Ladung, welche Quantinos emittiert. Es fällt auf, dass die Geschwindigkeiten der Quantinos zwar einer gleichen unveränderlichen Wahrscheinlichkeitsverteilung entsprechend verteilt sind, die Geschwindigkeit der Quellladung aber noch dazu kommt.

Die Quantinos verhalten sich also quasi wie Geschosse, die von einem bewegten Schiff abgefeuert werden. Aus diesem Grund gehört die Quantinotheorie zu den sogenannten Emissions- oder Korpuskeltheorien. Sie besitzen den Charme sehr einfach und logisch zu sein. Wegen des Widerspruchs zur bezugssystemunabhängigen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit wurden sie jedoch zu Gunsten der speziellen Relativitätstheorie verworfen und gelten heute als überholt. Tatsächlich stehen aber nur solche Korpuskeltheorien im Widerspruch zur bezugssystemunabhängigen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, bei denen die Emissionsgeschwindigkeiten der "Lichtteilchen" nicht zufällig verteilt sind, sondern fix der Lichtgeschwindigkeit entsprechen. Doch dazu später.

Betrachtet man Abbildung 2.2.1, so scheint sich die Ladung zu bewegen. Tatsächlich wurde zur Erstellung die Animation der Einfachheit halber mit einer ruhenden Ladung gearbeitet und stattdessen die Kamera bewegt. Dem Quantinomechanismus ist dies völlig egal.