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5.1 Über die Arbeit selbst

Leser aus dem wissenschaftlichen Umfeld mögen sich vielleicht sehr über diese Arbeit wundern, denn sie widerspricht in mehrfacher Hinsicht den Gepflogenheiten und dem, was man in der Wissenschaft gewohnt ist. Zum Einen ist da die Publikationsform als Website in Deutsch als Primärsprache. Zum Anderen wäre da noch die Art wie zitiert, oder besser gesagt, beinahe nicht zitiert wird. Und zu guter Letzt ist da noch die Theorie selbst, die einem Physiker entweder als grobe Ignoranz der letzten einhundert Jahre Wissenschaftsgeschichte oder vielleicht aber auch als Offenbarung erscheinen mag. All diese Punkte erklären sich, wenn man den Kontext berücksichtigt, in dem sich diese Theorie entwickelte. Daher möchte ich an dieser Stelle etwas auf ihre Entstehungsgeschichte eingehen.

5.1.1 Zur Entstehung der Quantinotheorie

Physiker oder Personen, die sich lange mit Physik beschäftigt haben, sei es aus beruflichen Gründen oder aus Interesse, werden sicherlich bestätigen, dass es in der heutigen "modernen Physik" vieles gibt, was unbefriedigend erscheint. Bei mir selbst hat diese inhärente Unlogik der Physik dazu geführt, dass ich mich in meiner Jugend trotz großem Interesses an den Naturgesetzen gegen ein Studium der Physik und stattdessen für ein Studium der Technischen Informatik, einer Mischung aus Elektrotechnik, Elektronik und Informatik entschieden habe. Trotzdem hat mich die Frage nach dem Warum und dem Wie der Natur mein Leben lang begleitet. Immer wieder habe ich den letzten beiden Jahrzehnten, die seit dieser Entscheidung vergangen sind, dutzende von physikalischen Grundlagenbüchern gewälzt und über die Frage nachgedacht, ob sich die Natur nicht doch auf einfache und logische Weise erklären lässt. Ich kam keinen einzigen Zentimeter weiter, bis ich vor vier oder fünf Jahren die entscheidende Idee hatte.

Da ich oft viel Zeit im Zug verbringe, habe ich immer wieder Gelegenheit, in Ruhe nachzudenken. So auch über Physik. Als promovierter Elektrotechniker konzentrierte ich mich in den letzten Jahren allerdings mehr auf Fragestellungen im Zusammenhang mit elektrischen und magnetischen Feldern, sofern ich neben meiner beruflichen Arbeit als Elektronik- und Softwareentwickler Zeit dafür fand. Insbesondere eines wollte ich verstehen: Wie kommt es zur Lorentzkraft? Natürlich war mir bekannt, dass es möglich ist, die Maxwellgleichungen zu einer vierdimensionalen Tensorformel zusammenzufassen. Aber das erschien mir mehr ein formaler Trick als eine echte Erklärung zu sein, zumal die Ingenieurdisziplin Elektrotechnik die relativistische Interpretation des Magnetismus seit mehr als einhundert Jahren komplett ignoriert und es nicht einmal für notwendig erachtet, sie im Grundlagenstudium zu erwähnen.

Eines war aber von Anfang an klar: Magnetismus hat irgendetwas mit der universellen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bei gleichzeitig erfülltem Relativitätsprinzip zu tun. Allerdings ist die spezielle Relativitätstheorie, welche diese beiden widersprechenden Forderungen in Einklang bringen soll, eher mathematischer Natur und kaum als logische Erklärung geeignet. Natürlich ist es vorstellbar, dass der Zeitverlauf für einen bewegten Beobachter anders erscheint, als dies für einen ruhenden der Fall ist. Allerdings ist "Zeitverlauf" nicht das gleiche wie "Zeit". Zeitverlauf ist etwas Physikalisches, es beschreibt, wie schnell physikalische Prozesse ablaufen; Zeit hingegen ist mathematisch, eine Koordinate, die so gewählt werden kann, dass die Lösung einer Aufgabenstellung so einfach wie möglich wird. Was aber ist der Zeitverlauf eines bewegten Punktes, der außer punktförmig zu sein, keine weiteren Eigenschaften besitzt? Die Antwort ist, er hat keinen. Einen Zeitverlauf kann ein Objekt nur haben, wenn es über einen Mechanismus verfügt, der mit einer bestimmten Rate abläuft. Diese Rate kann für einen bewegten Beobachter natürlich anders erscheinen, als für einen ruhenden. Die Erkenntnis, dass die relativistischen Effekte nicht durch den Raum an sich, sondern erst durch die in ihm enthaltenen Objekte entsteht, führte zur Arbeitshypothese "Quantinoemission".

Interessanterweise war diese Idee der Durchbruch. Zuerst wurde mir klar, dass, wenn Ladungen Quantinos aussenden, dieses nicht mit einer feststehenden Emissionsgeschwindigkeit erfolgen kann. Wäre dem so, man hätte eine vollständig andere Physik. Das Gegenteil einer festen Geschwindigkeit ist eine zufällige. Also probierte ich das in Gedanken durch und stellte fest, dass sich damit sofort die beiden Grundforderungen der speziellen Relativitätstheorie erfüllen lassen ohne dafür eine Raumzeit oder Zeitdilatation zu benötigen. Da außer im Hafele-Keating-Experiment niemals eine Zeitdilatation direkt nachgewiesen wurde, habe ich mich letztlich dagegen entschieden, sie als real anzunehmen und das einfachste mögliche Modell gewählt, bei dem die Zeitdilatation nur einen virtuellen Effekt darstellt. Ich möchte jedoch anmerken, dass es sehr wohl möglich ist, eine echte Zeitdilatation in die Quantinotheorie zu integrieren, falls sich die Notwendigkeit aufgrund experimenteller Befunde ergeben sollte. Dieses wäre jedoch mit erheblichen Umbauten verbunden, würde aber die Grundidee der Theorie nicht betreffen.

Nachdem es mir gelungen war, einen deutlich einfacheren und vor allem besser logisch analysierbaren Ersatz für die spezielle Relativitätstheorie zu finden, folgte der Rest erstaunlicherweise geradezu zwangsläufig. Einzig das Aufstellen der Formel des Quantinodruckes war mit Anstrengung und einigem Simulationsaufwand verbunden, da mir nicht ad-hoc klar war, wie der Quantinofluss zu einer makroskopischen Kraft führt. Ich stellte verschiedene Hypothesen auf und testete sie dahingehend, ob sie die Lorentzkraft in natürlicher Weise zu erklären vermochten. Nach mehreren Iterationen war ich am Ziel. Die Einfachheit der Interpretation erstaunt mich noch heute, denn Kraft, egal ob elektrisch, gravitativ oder magnetisch, scheint offenbar nichts weiter zu sein, als die direkte Wirkung des Quantinowindes.

Ursprünglich hatte ich niemals die Absicht gehabt, jemals irgendetwas von dem zu veröffentlichen, was ich mir da "ausgedacht" hatte. Die einzige Motivation war immer die gewesen, meine Neugier zu befriedigen. Als mir aber klar wurde, dass sich sogar die Gravitation durch meine sonderbare Theorie erklären lässt und dass sich aus ihr die newtonschen Gesetze ergeben, änderte ich meine Meinung, denn mir wurde bewusst, dass die Quantinotheorie unbedingt in einem breiteren Publikum diskutiert werden sollte.

5.1.2 Über die Art der Veröffentlichung

Mein erster Versuch, die Grundidee der Theorie in möglichst abstrakter und separater Form zu veröffentlichen, scheiterte bereits bei der Vorveröffentlichung an den Betreibern von arXiv.org, welche vermutlich nicht verstehen konnten, weshalb sich jemand - zumal noch Nichtphysiker - an einer mehr als einhundert Jahre alten Theorie vergriff. Auch die Kontaktaufnahme zu verschiedenen Physikern war wenig erfolgreich, denn es endete zumeist damit, dass ich komplett ignoriert wurde. Im besten Fall erhielt ich die Antwort, dass man sich ganz grundsätzlich nicht mit Kritik an der speziellen Relativitätstheorie auseinandersetzen würde, da es davon schon viel zu viel gäbe.

Der letzte Punkt ist sicher richtig. Ein Blick in einschlägige Diskussionsforen zeigt, dass die spezielle Relativitätstheorie tatsächlich ein permanentes Ziel der Kritik darstellt. Insbesondere werden die Grundannahmen in Frage gestellt oder bestimmte unlogisch erscheinende Punkte angegriffen. Konstruktive Kritik ist hingegen selten. Dass die Quantinotheorie eine solche darstellt, ist schnell übersehen. Insbesondere lässt sich ihre Tragweite nicht in einem auf wenige Seiten begrenzten Paper zum Ausdruck bringen. Mir wurde klar, das eine Veröffentlichung in Form einer Artikelserie nicht in Frage kam.

Die Publikation in Buchform kann eine Alternative zur Veröffentlichung in Fachzeitschriften darstellen. Der Nachteil eines Buches ist aber der, dass es wahrscheinlich von so gut wie niemandem gelesen wird. Üblicherweise sind die Auflagen wissenschaftlicher Werke nicht sehr groß, was sich letztlich in hohen Buchpreisen äußert. Dazu kommt, dass ein Buch über die Quantinotheorie auf seinem Klappentext von sich selbst behaupten müsste, dass es die letzten einhundert Jahre theoretische Grundlagenphysik ad absurdum führt. Es ist von vornherein klar, was ein potentieller Leser davon halten würde.

Glücklicherweise gibt es seit wenigen Jahren eine echte Alternative zur Veröffentlichung in Artikel- oder Buchform, nämlich das Internet. Eine Internetveröffentlichung bietet gegenüber dem gedruckten Medium einige Vorteile, wie zum Beispiel Dem gegenüber stehen auch Nachteile. Beispielsweise Den letzten beiden Punkten habe ich in Form eines speziellen, für wissenschaftliche Zwecke geeigneten Webframeworks Rechnung getragen, welches von jedem, der möchte, frei benutzt und weiterentwickelt werden kann.