BeschreibungenBerechnungen
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5 Nachwort

Was immer man von der Quantinotheorie auch halten mag, sie besitzt in Anbetracht ihrer wenigen Postulate eine erstaunliche Einfachheit, Anschaulichkeit und Allgemeinheit. Bisherige Theorien beziehen sich immer nur auf kleine Ausschnitte der Wirklichkeit und es ist oft schwierig zu sagen, wann sie gelten und wann nicht. Auch erklären sie oft nichts. Beispielsweise sind die Maxwellgleichungen trotz ihrer mathematischen Eleganz nur bloße Beschreibungen des Zusammenspiels bestimmter physikalischer Phänomene, wie dem elektrischen und dem magnetischen Feld. Was diese Felder sind, aus was sie bestehen und warum sie in dieser Weise zusammenwirken, wird nicht gesagt. Selbst die einfache Theorie der newtonschen Mechanik ist unbefriedigend, da unklar bleibt, was Masse und Kraft ist. Und moderne Theorien sind oft derartig unanschaulich und mathematisch, dass sie sich oft nicht einmal an einen Wissenschaftler einer benachbarten Fachrichtung vermitteln lassen.

Man könnte an dieser Stelle zur Verteidigung sagen, dass man, wenn man keine weiteren Daten zur Verfügung hat, nichts besseres tun kann, als das was man hat, mathematisch so kompakt wie möglich zu beschreiben. Das ist durchaus richtig. Allerdings hat die heutige Physik längst genug Fakten. Dass sie sich nicht mehr um eine einheitliche, anschauliche Theorie bemüht, liegt vielmehr daran, dass sie es aufgegeben hat, danach zu suchen. So gibt es Beweise für die Unmöglichkeit einer Theorie verborgener Variablen in der Quantenmechanik, was dann vermutlich viele theoretische Physiker dazu verleitet hat anzunehmen, dass man in der modernen Physik grundsätzlich nichts anschaulich beschreiben könne. Als Folge dessen hat sich dadurch wohl die Ansicht durchgesetzt, dass logisches und anschauliches Denken zwangsläufig zum Misserfolg führt. Die Literatur ist voll von einschlägigen Äußerungen, die dies belegen. Dass sich die Physik mit der Verabschiedung von der Anschaulichkeit ihres mächtigsten Werkzeugs - der Intuition - beraubt hat, ist vielen wahrscheinlich nicht bewusst.

Wie dem auch sei. Mit der Quantinotheorie liegt nun ein Ansatz vor, mit dem sich wohl die gesamte Physik in einheitlicher Weise sowohl mathematisch, als auch anschaulich beschreiben lässt. Damit sie sich weiterentwickelt, ist es erforderlich, sie auch allgemein bekannt zu machen. Wahrscheinlich dürfte dies in der heutigen Zeit der Überflutung mit irrelevanter Information ein sehr schwierig zu lösendes Problem darstellen.

Wer Interesse hat mit mir über die Quantinotheorie oder über Physik allgemein zu diskutieren, Fehler findet, mir interessante experimentelle Ergebnisse mitteilen oder Kritik loswerden möchte, ist herzlich eingeladen mir zu schreiben. Einige Details der Quantinotheorie wurden seit ihrer ersten Veröffentlichung vor einem Jahr bereits auf diese Weise verbessert. Ich möchte an dieser Stelle den Mitgliedern des Forums http://www.viaveto.de, hier ganz besonders "bambi", als auch Herrn Dr. Gebhard Greiter, sowie Herrn Andreas Schlutter danken.


Mai 2016, Dr. Steffen Kühn