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1 Einleitung

Abbildung 1.1: Ein aus Einheitsladungen bestehendes, elektrisch neutrales, masseloses Elementarteilchen.
Die Quantinotheorie ist der Entwurf einer physikalischen Theorie von Allem, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Physik nach und nach als Folge eines einzelnen, sehr einfachen, beinahe informationstheoretischen Grundprinzips zu erklären. Der Ansatz besteht darin zu postulieren, dass nur eine einzige Art Feldquant existiert. Dieser Typ Feldquant besitzt dabei a-priori keine der in der Physik allgegenwärtigen mechanischen Eigenschaften wie Masse, Energie oder Impuls. Stattdessen verfügt dieses vollkommen punktförmige Feldquant nur über ein Vorzeichen, sowie über einen genau definierten Ort sowie über eine wohldefinierte Geschwindigkeit in einem gewöhnlichen dreidimensionalen Raum mit universaler Zeit.

Diese als Quantino bezeichneten Feldquanten werden von Quellen - Einheitsladungen genannt - ausgesendet, die über ein sehr kleines, universal konstantes Volumen verfügen und sich ebenfalls bewegen können. Auch sie haben zu jeder Zeit eine genau bestimmte Geschwindigkeit, sowie einen genau definierten Ort ohne jegliche Unschärfe, aber keinerlei Masse. Die Quantinotheorie postuliert des Weiteren eine Emissionswahrscheinlichkeitsverteilung, welche die Wahrscheinlichkeit für die Geschwindigkeit bestimmt, mit der ein Quantino relativ zur Einheitsladung ausgesendet wird. Neben einigen wenigen einfachen Regeln, welche die Wechselwirkung von Einheitsladungen mit Quantinos beschreiben, benötigt die Quantinotheorie keine zusätzlichen Postulate.

Es ist durchaus bemerkenswert, dass sich mit diesem Modell nach und nach die gesamte klassische Physik und vielleicht auch die moderne Physik ableiten lässt. Zunächst wird gezeigt, dass sich aus dem Prinzip eine Welt ergibt, in der die elektrische Kraft zu existieren scheint und in der sich die Einheitsladungen wie Objekte verhalten, die über eine träge Masse verfügen. Darauf aufbauend wird deutlich, dass es in dem Rahmen, der durch die Postulate vorgegeben wird, auch eine magnetische Kraft geben muss und dass sich keine Kraftwirkung schneller als mit einer Maximalgeschwindigkeit ausbreitet. Dieses führt dann zu den Aussagen der speziellen Relativitätstheorie, obwohl die zugrunde liegenden Vorgänge im gewöhnlichen dreidimensionalen Raum mit universaler Zeit stattfinden.

Es lässt sich mathematisch zeigen, dass die Gesamtheit aller im Raum vorhandenen Quantinos das elektromagnetische Feld bilden und dass die Quantinotheorie zum vollen Satz der Maxwellgleichungen kompatibel ist. Zusätzlich lässt sich beweisen, das es in der Quantinotheorie eine weitere Kraft geben muss, die in allen Eigenschaften mit der Gravitation übereinstimmt und die im Gegensatz zur magnetischen Kraft nicht aus einem Unterschied im Geschwindigkeitsmittelwert zweier gegensätzlicher elektrischer Ladungsmengen sondern aus einem Geschwindigkeitsvarianzunterschied resultiert. Damit erhalten Elementarteilchen, die in der Quantinotheorie immer aus solchen Einheitsladungen aufgebaut sind, neben ihrer trägen Masse ihre schwere Masse. Weitere Überlegungen führen dann zum schwachen Äquivalenzprinzip und den newtonschen Gesetzen, und damit zu den Begriffen Energie, Impuls und Drehimpuls. Außerdem wird deutlich, wieso jede schwere Masse letztlich Energie ist und wieso deren Freisetzung die Masse reduziert.

An diesem Punkt ist dann gezeigt, dass die Quantinotheorie die klassische Physik vollständig reproduziert und trotz ihrer Einfachheit die Basis für bildet.

Damit ist der Wert der Quantinotheorie jedoch noch nicht erschöpft. Durch die Anschaulichkeit der Quantinotheorie wird es möglich, grundlegende Fragen der modernen Physik auf neue und frische Weise zu untersuchen. Insbesondere wird deutlich, dass der Welle-Teilchen-Dualismus möglicherweise nur dadurch entsteht, dass sich Teilchen - wie Elektronen oder Photonen - in Quantinowellen einhüllen, die dann wiederum über die ponderomotorische Kraft auf diese zurückwirken. Der quantenmechanische Doppelspaltversuch wird damit so einfach verständlich wie ein mechanisches System in der klassischen Physik. Gleichzeitig wird klar, dass Licht womöglich nur eine klassische elektromagnetische Welle ist, in der sich aus Einheitsladungen zusammengesetzte, ruhemasselose, schwingende Dipole - Photonen - bewegen, die durch die ponderomotorische Kraft quer zur Ausbreitungsrichtung der Welle angesaugt und dann durch die Lorentzkraft in Ausbreitungsrichtung beschleunigt werden. Licht, aber auch Funkwellen, haben daher zwangsläufig neben ihrem Wellen- auch einen Teilchencharakter. Auch für den Aufbau von Atomhüllen, sowie für die so seltsam erscheinenden Quantenradierexperimente bieten sich neue, anschauliche Erklärungsmöglichkeiten an.

Dass sich derartig viele bisher voneinander unabhängige Teilgebiete der Physik durch einige wenige Grundregeln recht mühelos erklären und verbinden lassen, legt den Schluss nahe, dass die Quantinotheorie der Wahrheit wohl ziemlich nahe kommt. Im Nachfolgenden werden nun die Grundideen der Quantinotheorie kurz, anschaulich und vollkommen mathematikfrei dargestellt. Der Grund dafür ist zweierlei. Zum einen bietet die Quantinotheorie aufgrund ihrer hohen Anschaulichkeit auch Nichtphysikern die Möglichkeit, sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie die Natur auf unterster Ebene wahrscheinlich wirklich funktioniert. Zum anderen soll es dem physikalisch geschulten Leser ermöglicht werden, sich schnell einen Überblick zu verschaffen, um dann anschließend besser entscheiden zu können, dass sich eine intensivere Beschäftigung und die Weiterentwicklung der komplexen mathematischen Grundlagen lohnt.

Für Physiker erscheint die Quantinotheorie sicher ungewohnt. Wichtig ist es jedoch, sich von antrainierten Denkmustern und teilweise unbewussten Automatismen zu lösen. Besondere Vorsicht ist geboten bei Konzepten wie Energie, Impuls, Kraft, Masse, Ladung und Zeit. Die Quantinotheorie erklärt diese gerade erst. Sie sind also nicht ad-hoc gegeben, sondern nur logische Folge von etwas, was noch einfacher ist als die newtonsche Mechanik. Der Versuch, den beiden einzigen "Teilchenarten" der Quantinotheorie - Einheitsladung und Quantino - Impuls, Masse oder Energie zuzuordnen, ist zunächst ohne Sinn. Auch sind sie weder Fermionen noch Bosonen. Daher eine Warnung und ein Hinweis: Lösen Sie sich als Physiker von Vorurteilen und behalten Sie nur die experimentellen Tatsachen in Erinnerung. Überspringen Sie am Anfang nichts und lesen Sie langsam und sorgfältig. Und denken Sie daran, was Wissenschaft bedeutet: Nämlich kritisches Hinterfragen von Allem.

In der Physik dürfen letztlich nur das Experiment und Occams Razor entscheiden.