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2 Die Elektromagnetische Kraft

Im Kapitel "Grundlagen der Quantinotheorie" ging es darum zu zeigen wie es sein kann, dass sich irgendetwas mit einer universell konstanten Relativgeschwindigkeit ausbreitet. Das scheint auf den ersten Blick ein Widerspruch in sich zu sein. Hat man aber einmal den zugrunde liegenden Mechanismus verstanden, so erkennt man, dass es sich dabei um etwas handelt, was voll und ganz unserem Alltagsverständnis entspricht und unserer angeborenen Logik in keiner Weise zuwider läuft.

Um noch einmal zusammenzufassen: Die Quantinotheorie geht davon aus, dass elektrische Ladungen Partikel aussenden, die Quantinos genannt werden. Diese Partikel haben je nach Vorzeichen der emittierenden Ladung ebenfalls ein positives oder negatives Vorzeichen. Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass sich diese Quantinos in der Regel nicht mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, sondern dass sie mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten relativ zu ihrer Quelle emittiert werden. Aufgrund eines zeitlichen Wirkungsquerschnittes ist es einem Empfänger dieser Quantinos aber nur dann möglich mit ihnen zu wechselwirken, wenn sie in seinem Empfängerbezugssystem langsam genug sind. Weiterhin wurde gezeigt, dass es innerhalb dieses Quantinofeldes zu Dichteschwankungen kommen kann, die sich dann genau mit einer bezugssystemunabhängigen, konstanten Geschwindigkeit ausbreiten.

Soweit so gut. Das Ziel dieses Kapitels wird darin bestehen zu untersuchen, wie Quantinos mit elektrischen Ladungen wechselwirken. Dazu wird in Abschnitt 2.1 zunächst, die effektive Quantinodichte des Abschnittes 1.3 zu einer effektiven Kraftflussdichte erweitert, welche einerseits proportional zur Energiedichte des Quantinofeldes ist und andererseits auch dessen Wirkrichtung beschreibt. Anschließend wird gezeigt, dass diese Kraftflussdichte, die als Quantinodruck bezeichnet werden wird, direkt proportional zur elektromagnetischen Gesamtkraft ist, sofern man sie auf eine von der Menge der Zielladung abhängenden Fläche einwirken lässt.

Im darauffolgenden Abschnitt 2.2 wird dann nachgewiesen, dass sich aus den Grundannahmen der Quantinotheorie korrekt die maxwellsche Elektro- und Magnetostatik ableiten lässt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die magnetische Kraft gerichtet, da sie den wohl am besten untersuchten relativistischen Effekt darstellt. Bei diesen Untersuchungen wird weiterhin eine bemerkenswerte Formel für die elektromagnetische Gesamtkraft einer bewegten Ladung abgeleitet, welche als eine Verallgemeinerung der klassischen Coulombformel gesehen werden kann und ähnlich einfach ist wie diese. Das so etwas überhaupt möglich ist, war eine große Überraschung für den Autor und zeigt, dass es sich lohnen kann, eine mehr als einhundert Jahre alte und verstanden geglaubte Theorie, wie die Elektrodynamik von Grund auf neu zu untersuchen und zu hinterfragen.

Abschnitt 2.3 beschäftigt sich dann eingehender mit klassischen elektromagnetischen Wellen. Eine Aufgabe dieses Abschnittes wird es sein zu untersuchen, weshalb sich elektromagnetische Wellen bevorzugt transversal ausbreiten und wieso longitudinale Wellen in der klassischen Elektrodynamik keine Rolle spielen. Zum Abschluss des Kapitels wird in Abschnitt 2.4 gezeigt, wie es möglich ist, den Quantinodruck beliebiger Anordnungen von Punktladungen numerisch zu berechnen. Auf Fragestellungen zur relativistischen Elektrodynamik wird in diesem Kapitel noch nicht näher eingegangen.