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5 Zusammenfassung

Die Quantinotheorie beschäftigt sich mit Fragestellungen, die von der heutigen Physik seit langem als verstanden und gelöst gelten. Schaut man sich jedoch die vorhandenen Erklärungen und Modelle unvoreingenommen an, so stellt man fest, dass sie alle unter dem Makel der Kompliziertheit leiden. Überdies gibt es keine einzige Theorie, die wirklich alle Fakten gleichzeitig durch eine einfache, auch einem Laien verbal vermittelbare Grundidee erklären kann. Stattdessen wirken sie konstruiert, inselhaft und willkürlich. Die Physiker sind sich dieser Problematik durchaus bewusst. Da aber in den vergangenen einhundert Jahren niemand eine einleuchtende und gute Erklärungsalternative zu dem bereits Vorhandenen fand, nahm man einfach an, dass es eine solche auch nicht geben könne. Aus diesem Grund sind Physiker heutzutage generell geneigt anzunehmen, dass die Natur kompliziert und mathematisch ist und dass der sogenannte gesunde Menschenverstand eine Illusion sei.

Die Ideen und Berechnungen, die auf dieser Website vorgestellt und ausgeführt wurden, beweisen, dass es offenbar möglich ist, eine geradezu klassisch wirkende, inhärent logische und anschauliche, dreidimensionale Theorie der relativistischen Quantenelektrodynamik und -gravitation zu entwickeln. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, bedarf es der Arbeit einer ganzen Community, welche bereit ist, wirklich alles zu hinterfragen, was in den letzten einhundert Jahren zur Selbstverständlichkeit verkommen ist.

Eine solche scheinbare Selbstverständlichkeit ist beispielsweise die relativistische Massenzunahme eines elektrisch geladenen Teilchens, welches sich mit beinahe Lichtgeschwindigkeit bewegt. Versucht man ein solches Teilchens mittels elektrischer Felder abzulenken, so erscheint es, als ob es durch die hohe Geschwindigkeit sehr viel schwerer geworden wäre. Das ist aber nur eine Erklärungsmöglichkeit. Eine andere wäre, dass die elektrische Kraft einer ruhenden Anordnung kaum noch eine Wirkung auf das sehr schnell bewegte Teilchen ausübt. Wie gezeigt wurde, folgt genau das aus der Quantinotheorie. Falls die Quantinotheorie in ihrer hier dargestellten einfachsten Form recht hat, sollte ein auf eine Metallplatte gerichteter Teilchenstrahl bekannter Teilchenmenge diesen deutlich weniger erwärmen, als es nach den bisherigen Theorien zu erwarten wäre. Ob solche kalorischen Messungen bisher durchgeführt worden sind, ist dem Autor unbekannt.

Eine andere scheinbare Selbstverständlichkeit betrifft die De-Broglie-Wellenlänge. Falls der in Abschnitt 4.2.2 vorgeschlagene Mechanismus zur Anregung von Partikelschwingungen im elektrischen Feld korrekt ist, sollte die De-Broglie-Wellenlänge eine Funktion der elektrischen Feldstärke sein! Interessanterweise scheint bisher niemand überprüft zu haben, ob das Ringmuster bei einer Elektronenbeugungsröhre tatsächlich unverändert bleibt, wenn man die Spannung konstant hält, aber den Abstand der Anode zur Kathode verändert. Falls die Wellenlänge immer umgekehrt proportional zum Impuls ist, sollte eine Verschiebung keinen Einfluss haben, da die Endgeschwindigkeit und damit der Impuls der Elektronen bei fester Spannung nicht vom Abstand der Anode zur Kathode abhängt. Für die Energieniveaus von Atomen spielt es keine Rolle, welcher der beiden Mechanismen tatsächlich zutrifft, da Potential und Feldstärke im Atom aufgrund der Geometrie nicht unabhängig voneinander sind. Für die weitere Ausarbeitung der Theorie wäre ein Experiment in diese Richtung unabdingbar.

Die Quantinotheorie erklärt die bekannten grundlegenden Naturgesetze in einer Weise, wie es nie zuvor durchdacht oder auch nur für möglich gehalten wurde. Leider kommt sie um Jahrzehnte zu spät. Viele Experimente der vergangenen Dekaden sind unter der Prämisse möglicherweise falscher Grundannahmen durchgeführt und leider dementsprechend dokumentiert worden. Jemand der sich mit der Quantinotheorie beschäftigen möchte, steht vor der schier unlösbaren Aufgabe, die tatsächlichen Beobachtungen von den Interpretationen zu trennen. Dies betrifft vor allem die Ergebnisse, die mit Teilchenbeschleunigern erzielt worden sind. Es steht außer Frage, dass die Daten, welche dort gesammelt wurden, von großer Bedeutung sind. Teilchenbeschleuniger sind jedoch hoch-komplexe Maschinen, in deren Design implizit die physikalischen Modelle und Theorien eingegangen sind, die in den vergangenen Jahrzehnten die Physik dominiert haben. Fakten von Interpretationen zu trennen, dürfte eine Aufgabe sein, die die Physik für viele Jahre beschäftigen wird.

Noch schlimmer erscheint die Lage in der Kosmologie. Obwohl Äquivalente denkbar sein könnten, gibt es in der Quantinotheorie zunächst keinen Bedarf an dunkler Energie oder dunkler Materie. Paralleluniversen, Raumkrümmungen und Wurmlöcher müssen sogar komplett in das Reich der Phantasie verbannt werden. Die kosmische Inflation kann durch die zwischen Materie und Antimaterie bestehende Antigravitation erklärt werden. Schwarze Löcher sind völlig neu zu interpretieren, nämlich als Objekte, die zwar Photonen anziehen, nicht jedoch Quantinos. Möglicherweise stimmen nicht einmal die Abstände, die für ferne Galaxien berechnet wurden.

Es ist aber nicht so, dass die Quantinotheorie das Universum in etwas Langweiliges verwandeln würde. Das Gegenteil ist der Fall. Zum Beispiel fällt in der Quantinotheorie die Aussage, dass sich nichts schneller als das Licht bewegen kann. Tatsächlich ist es mit einem stationären Teilchenbeschleuniger unmöglich Partikel auf Überlichtgeschwindigkeit zu beschleunigen, da sehr schnelle Objekte nicht mehr mit den Feldern des ruhenden Beschleunigers wechselwirken. Allerdings ist es durchaus denkbar, ein Objekt im Weltall immer weiter zu beschleunigen, bis dessen Geschwindigkeit relativ zur Erde die Lichtgeschwindigkeit um ein Vielfaches übersteigt. Ein anderer Effekt, welcher in der bisherigen Physik als theoretisch unmöglich eingestuft wurde, ist die Gravitationsabschirmung. Die Quantinotheorie hat gezeigt, dass die Schwerkraft dem Magnetismus nahe steht und durch ein Ungleichgewicht der Varianzen der Geschwindigkeitsverteilungen zweier Ladungsmengen entsteht. Es ist durchaus vorstellbar, dass weiterführende theoretische Untersuchungen auf Basis der Quantinotheorie zeigen werden, wie sich die Gravitationskraft eines Objektes manipulieren lässt. Erste experimentelle Hinweise [Podkletnow1997] scheinen tatsächlich zu beweisen, dass dieses möglich sein könnte.

Aber unabhängig davon, welche neuen technischen Anwendungen sich kurz- und mittelfristig ergeben könnten, die Quantinotheorie stellt in jedem Fall einen bemerkenswerten Erkenntnisgewinn dar, der unsere Sicht auf die Natur der Dinge völlig verändert.

Mai 2015, Dr. Steffen Kühn