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1.2 Warum ist die Lichtgeschwindigkeit immer konstant?

Die Quantinotheorie hat ungeachtet ihrer wenigen Grundannahmen eine, wie sich noch zeigen wird, geradezu erstaunliche Erklärungskraft. Eine der einfachsten Schlussfolgerungen ist, dass es in ihr eine obere Grenzgeschwindigkeit für die Ausbreitung von Information gibt. Zur Veranschaulichung dieser Tatsache wird auf die Abbildung 1.2.1 verwiesen, welche dreimal eine Ladung zeigt, die zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Quantinosalve emittiert.

Abbildung 1.2.1: Erst wenn die Empfängerladung rot aufleuchtet, ist die Quantinosalve langsam genug für eine Wechselwirkung.
Eine Salve besteht dabei aus einem Burst verschieden schneller Quantinos, die mit der Zeit zunehmend auseinander laufen. Rechts von der Quelle befindet sich jeweils ein weiterer schwarzer Kreis, der für eine Empfängerladung steht. Die drei Abbildungen unterscheiden sich nur darin, dass sich diese Empfänger verschieden in Bezug auf die Quelle bewegen. Betrachtet man die Animation in Abbildung 1.2.1, so stellt man fest, dass die Empfänger irgendwann rot aufleuchten - und zwar, dass ist wichtig, alle im gleichen Moment. Dieses rote Aufleuchten kennzeichnet den Zeitpunkt, an dem ein Empfänger den Quantinoschauer jeweils das erste Mal wahrnimmt.

Wie kommt es dazu? Schließlich sieht man doch deutlich, dass in der untersten der drei Abbildungen Quantinos durch den Empfänger hindurch treten, ohne dass dieser ihn bemerkt. Die Antwort ist schnell gegeben, denn in den Axiomen der Quantinotheorie wird postuliert, dass eine Elementarladung nur dann mit einem Quantino wechselwirken kann, wenn sich dieses lange genug innerhalb des Volumens des Empfängers aufhält. Lange genug ist aber eine Frage der Zeit, die ein Quantino für die Durchquerung der Empfängerladung benötigt. Bewegt sich ein Empfänger auf die Quelle zu, so verkürzt sich diese. Das hat zur Folge, dass Quantinos, die für einen ruhenden Empfänger langsam genug gewesen wären, nun zu schnell sind. Entfernt sich eine Empfängerladung von der Quelle kehrt sich dieser Effekt um, da nun auf einmal auch Quantinos wechselwirken können, die zuvor zu schnell gewesen wären. Offenbar hat man es hier mit einem zeitlichen Wirkungsquerschnitt zu tun.

Da die ersten wechselwirkungsfähigen Quantinos für jeden Empfänger grundsätzlich und immer zum gleichen Zeitpunkt ankommen und alle Empfänger zum Zeitpunkt des Aussendens des Quantinoschauers den gleichen Abstand zur Quelle hatten, erscheint es aus Sicht eines jeden Empfängers so, als ob die schnellsten Quantinos der Salve immer eine konstante Geschwindigkeit, sagen wir mal \(c\), hätten! Es spielt also für einen Empfänger oder Beobachter keine Rolle, ob er versucht dem Quantinoschauer zu entkommen. Er wird eingeholt, und zwar immer nach der gleichen Zeit!

Der eben dargestellte Mechanismus erfüllt die beiden Grundforderungen der speziellen Relativitätstheorie (Siehe [Inverno1998] Seite 23), nämlich in zwangloser Weise ohne die Einführung einer vierdimensionalen Raumzeit zu erfordern. Der Autor merkt an, dass die Lorentz-Transformation letztlich nur einen mathematischen Kunstgriff sowie eine Näherung darstellt, um diese scheinbar widersprüchlichen, aber für die Elektrodynamik absolut essentiellen Effekte deskriptiv in Einklang zu bringen. Ohne sie wäre es schlicht und einfach gesagt nicht möglich gewesen weiterzuforschen.

Dem aufmerksamen Leser wird bereits aufgefallen sein, dass die oben angeführte Erklärung nur für den Zeitpunkt der ersten Wechselwirkung mit dem Quantinoschauer gilt. Zu Recht mag er sich fragen, was mit der Quantinoschleppe ist, die je nach Relativgeschwindigkeit des Empfängers unterschiedlich lang ausfällt? Eine Antwort dazu wird an anderer Stelle im Detail nachgeliefert. Hier soll nur erwähnt werden, dass die Quantinos selbst noch kein Licht darstellen. Das Phänomen Licht tritt vielmehr erst dann auf, wenn es zu Dichteschwankungen innerhalb eines Feldes von Quantinos kommt, die von den elektrischen Ladungen ja permanent und zu jedem Zeitpunkt ausgesendet werden. Eine solche Dichteschwankung kann z.B. entstehen, wenn eine negative elektrische Ladung für einen kurzen Moment gegenüber einer positiven Ladung verschoben wird. Die dabei entstehende Schockfront hat dann, wie man zeigen kann, in jedem beliebigen Inertialsystem nur noch die jeweils maximal mögliche Geschwindigkeit \(c\), da sich alle anderen Geschwindigkeitsanteile der Schleppe zu einem formlosen Nachhall zusammenmischen.